Petit Four - der französische Verwandte der Punschkrapfen

Viele denken, dass der Punschkrapfen ein Unikat ist, welches in der Form kein zweites Mal auf der Welt gibt und somit zum Österreichischen Kulturgut gehört. Dabei gibt es einen nahen Verwandten der Süßspeise im nahegelegenen Frankreich. Welche zwar im Detail etwas anders aussehen und nicht eine rosa leuchtenden Punschglasur besitzen aber von den Zutaten her zur selben Art gehören.

Petit Four - Was ist das?

Bei Petit Four handelt es sich um klassisches französisches Gebäckstück welches seinen Ursprung bereits vor einigen Jahrhunderten hatte. Man unterscheide die Petit Four dabei in 2 verschiedenen Kategorien, wobei die eine überhaupt nichts mit dem Punschkrapfen gemeinsam hat, die andere Variante aber unter die gleiche Gattung fällt.

Unglasierte Petit-Four

Bei dem unglasierten Gebäck handelt es sich in erster Linie um ein Kleingebäck welches, wie die glasierte Variante, hauptsächlich aus einem Biskuit- oder Blätterteig besteht. Als Füllung verwendet man wie bei vielen französischen Gebäcken eine Butter Creme welche den eigentlichen Geschmack des unglasierten Petit Four ausmacht.

Glasierte Petit-Four

Das glasierte Petit-Four ist seinem österreichischen Verwandten sehr ähnlich. Zwar wird in der französischen Variante kein Rum für die Füllung verwendet, trotzdem besteht das glasierte Petit-Four Rezept aus einem Biskuitteig und einer Zuckerüberzug wie es auch beim Punschkrapfen üblich ist. Dadurch ist das glasierte Petit Four ein direkter Verwandter des Punschkrapfens und man neigt dazu beide Gebäckarten zu verwechseln.

Das Petit Four ist in Deutschland nicht sehr bekannt, da man hierzulande lieber auf traditionelles heimisches Gebäck zurückgreift und Petit Fours für den deutschen Gaumen oftmals etwas zu süß sind. Trotzdem sind sowohl glasierte als auch unglasierte Petit Fours eine nette Abwechslung am heimischen Kaffee- und Gebäcktisch.